Anwendung

Photokatalyse in Infrastruktur & Bau

Für photokatalytische Baustoffe existieren standardisierte Prüfverfahren zur NO-Entfernung. Die Übertragung auf reale Straßenräume hängt jedoch von Fläche, Licht, Wetter, Stofftransport und weiteren Randbedingungen ab.

QuellenorientiertPrüfbedingungen klar benanntProduktpfade transparent
WISSEN · NACHHALTIGKEIT · ESG

Photokatalyse und ESG: Was ist nachweisbar?

Photokatalytisch funktionalisierte Gebäudeflächen können als Umweltmaßnahme untersucht und dokumentiert werden. Ein möglicher NOₓ-Abbau ist dabei von ESG-Berichterstattung und formalen Zertifizierungssystemen klar zu unterscheiden.

Umweltmaßnahme statt ESG-Zertifizierung

ESG steht für Environmental, Social und Governance. Eine Beschichtung allein begründet keine ESG-Zertifizierung und garantiert keine Anerkennung in einem Gebäude- oder Nachhaltigkeitsrating.

Kennzahlen richtig einordnen

Für eine belastbare Dokumentation müssen Fläche, System, Annahmen, Zeitraum und Datengrundlage klar angegeben werden. Berechnete NOₓ-Äquivalente sind von vor Ort gemessenen Minderungen zu unterscheiden.

ESRS E2: Pollution

ESRS E2 behandelt unter anderem Umweltverschmutzung im Rahmen der jeweils anwendbaren Nachhaltigkeitsberichterstattung. Eine technische Projektdokumentation ersetzt weder Wesentlichkeitsanalyse noch regulatorische Prüfung.

Projektbezogene Dokumentation

PHOTOKAT beschreibt unter ACTIVE SURFACES ein Environmental Impact Certificate für assetbezogene Umweltkennzahlen. Das ist eine anbietereigene Dokumentation und keine automatisch unabhängige ESG-Akkreditierung. Certificate-Konzept ansehen → · ESRS-E2-Einordnung →

Fachliche Einordnung: Die Wirksamkeit hängt vom Material, Licht, Standort und weiteren Randbedingungen ab. Laborwerte und Modellrechnungen sind keine Garantie für eine bestimmte reale Luftqualitätsverbesserung. Prüfmethoden verstehen →