Photokatalyse bezeichnet lichtangeregte chemische Reaktionen, die durch einen Katalysator ermöglicht oder beschleunigt werden. In technischen Anwendungen kommen häufig Halbleiter zum Einsatz. Titandioxid (TiO₂) ist ein besonders verbreitetes Material, aber nicht der einzige mögliche Photokatalysator.
Was passiert an der Oberfläche?
Trifft Licht geeigneter Energie auf den Photokatalysator, können Ladungsträger angeregt werden. An der Oberfläche entstehen dadurch reaktive Spezies, die mit adsorbierten Stoffen reagieren können. Für eine Wirkung reicht daher nicht allein „Licht“: Der Zielstoff muss die aktive Oberfläche erreichen und die Randbedingungen müssen zum Material passen.
UV-Licht oder sichtbares Licht?
Klassisches Titandioxid wird besonders durch UV-Anteile aktiviert. Modifizierte Photokatalysatoren können auf andere Spektralbereiche ausgelegt sein. Deshalb sollte eine Leistungsangabe immer nennen, unter welcher Beleuchtung das konkrete Material geprüft wurde.
Welche Effekte werden genutzt?
- Oxidation geeigneter gasförmiger organischer Verbindungen an Oberflächen
- NO/NOx-bezogene Luftreinigungsprüfungen bei Außenmaterialien
- Abbau organischer Beläge in Kombination mit hydrophilen Oberflächeneigenschaften
- Antibakterielle Aktivität auf entsprechend geprüften Oberflächen
Wo soll Photokatalyse eingesetzt werden?
Beschreiben Sie kurz Oberfläche, Umgebung und Ziel. Wir ordnen ein, welche Technologie bzw. welcher Produktpfad fachlich passt – oder ob zuerst Messung, Reinigung oder eine andere Maßnahme sinnvoller ist.