Photokatalyse kann in geeigneten Systemen messbare Oberflächeneffekte erzeugen. Sie ist aber kein universeller Ersatz für Lüftung, Reinigung, Desinfektion, Quellenbeseitigung oder konstruktiven Bautenschutz.
Die wichtigsten Grenzen
- Kontakt: Gasförmige Stoffe oder Mikroorganismen müssen die aktive Oberfläche erreichen.
- Licht: Spektrum und Intensität müssen zum Photokatalysator passen.
- Stoffabhängigkeit: Verschiedene Verbindungen reagieren unterschiedlich; Abbaupfade und Zwischenprodukte können relevant sein.
- Oberfläche: Verschmutzung, Alterung, Beschichtungssystem und verfügbare Fläche beeinflussen die Wirkung.
- Übertragbarkeit: Laborbedingungen bilden reale Räume oder Außenflächen nicht vollständig ab.
Innenraum
Photokatalytische Oberflächen können als ergänzende Maßnahme betrachtet werden. Vermeidbare Emissionsquellen, ausreichender Luftaustausch und bei Bedarf fachgerechte Messungen bleiben eigenständige Maßnahmen. Partikel wie Pollen oder Staub sind zudem etwas anderes als gasförmige VOC.
Hygiene
Antibakterielle Aktivität unter Laborbedingungen ist nicht gleichbedeutend mit klinisch nachgewiesenem Infektionsschutz. Reinigungs-, Desinfektions- und Hygienepläne werden dadurch nicht ersetzt.
Wo soll Photokatalyse eingesetzt werden?
Beschreiben Sie kurz Oberfläche, Umgebung und Ziel. Wir ordnen ein, welche Technologie bzw. welcher Produktpfad fachlich passt – oder ob zuerst Messung, Reinigung oder eine andere Maßnahme sinnvoller ist.